Es ist tatsächlich eingetroffen: Die AfD hat in allen drei Bundesländern ein zweistelliges Ergebnis erzielt.

Das mit Abstand beste Ergebnis erzielt die AfD in Sachsen-Anhalt mit derzeit laut Hochrechnung 23,1 Prozent. Damit liegt die AfD in diesem Bundesland nur wenige Prozente hinter der CDU und ist zweitstärkste Partei. In Baden-Württemberg liegt die AfD derzeit bei 14,9 Prozent, in Rheinland-Pfalz bei 12,3 Prozent.

Viel schönzureden gibt es nicht.

Egal ob West oder Ost, ob reiches Baden-Württemberg, armes Sachsen-Anhalt oder ländliches Rheinland-Pfalz – die Landtagswahlen an diesem Sonntag haben einen gemeinsamen Nenner: Den Erfolg der AfD, die Etablierung der Rechtspopulisten im deutschen Parteiensystem, die nun in acht Landtagen vertreten ist.

Etwas untergegangenen ist die Wiederauferstehung der FDP, sowie der Absturz der Linken, die als Protestpartei ziemlich alt ausschaut.

Der Druck auf die Kanzlerin ist mit diesem Wahlsonntag nicht kleiner geworden. Die Flüchtlingskrise harrt weiter einer nachhaltigen Lösung, der nächste EU-Gipfel muss Merkel auf ihrem Weg mit der Türkei weiterbringen. Der Widerstand im Rest Europas ist allerdings groß.

Der Wahlabend hat die SPD wegen der üblen Pleiten in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg ebenfalls heftig durchgeschüttelt. In beiden Ländern liegen die Sozialdemokraten nun hinter der AfD. Aber am Last-Minute-Sieg in Rheinland-Pfalz berauschen sich die Genossen so sehr, dass sie das fast schon wieder zu vergessen scheinen. (Wir kennen das aus Österreich: egal, wie viel die Sozialdemokraten gerade irgendwo verlieren, Werner Faymann lächelt gemütlich aus dem Kanzleramt.)

Meistens ändern Wahlresultate aber nichts bis kaum an der politischen Realität.

20:30 Uhr Dritte Hochrechnung

 

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