Die Frage, die keiner stellen darf
In einem Land, das sich einst auf intellektuelle Präzision und gnadenlose Selbstbefragung etwas zugutehielt, ertönt nun überall das erhabene Mantra: „Wir müssen unser Land verteidigen.“ Welch rührende Treue! Nur welches Land genau? Und vor allem: Ist dieses Gebilde, das da unter schwarz-rot-goldener Flagge vor sich hin modert, überhaupt noch jenes „unsere“, das solche heldenhaften Gefühle rechtfertigen könnte? Während die polit-mediale Kaste mit feuchten Augen zur Verteidigung aufruft, blickt der einfache Steuerzahler aus dem Fenster und erkennt ein wahres Meisterwerk multikultureller Bereicherung. Eine Million Ukrainer, sechs Millionen Afghanen, Iraker, Marokkaner, Iraner, Tunesier und sonstige Weltbürger – allesamt sollen sie nun mit verteidigt werden, diese bunten Bereicherer, die ihre eigenen Länder so klug hinter sich gelassen haben, um hier das bessere Leben zu genießen. Arabische Demonstrationszüge, die den „Kuffar“ beschimpfen und fröhlich die Vernichtung Israels fordern, werden von einer verständnisvollen Polizei als höchste Form der Meinungsäußerung gefeiert. Welch fortschrittliche Toleranz! Morgens beim Hundespaziergang ein wahres Festival der Vielsprachigkeit: Arabisch, Ukrainisch, Türkisch, Farsi – Deutsch nur noch als peinliche Restkategorie. Wie wunderbar kosmopolitisch das klingt, wenn man es nur ironisch genug betrachtet.Politiker, die das eigene Volk als „Pack“, „Nazis“ oder „Dunkeldeutschland“ titulieren – man denke nur an die feinen Worte eines Joachim Gauck oder einer Nancy Faeser –, verlangen nun bedingungslose Loyalität. Die Grünen, jene erleuchteten Wesen, die neue Geschlechter erfinden, sich selbst mit „they/them“ ansprechen und Klimapanik als neue Erlösungslehre predigen, während sie Skeptiker als „Lumpenpazifisten“ oder „Klimaleugner“ verspotten, gehören natürlich zum kostbarsten Kernbestand dessen, was es zu verteidigen gilt. Welch herrliche Ironie: Dieselben, die biologische Realitäten als gewalttätig denunzieren, erwarten von fleißigen Normalbürgern, dass sie dieses wunderbare Experiment notfalls mit der Waffe in der Hand schützen. Man muss einfach schmunzeln.
Der Sozialstaat als globales Selbstbedienungsbüro
Die Verwaltung, diese geniale Maschine zur Erfindung immer neuer Vorschriften, die ihre eigene Unentbehrlichkeit beweisen sollen, läuft auf Hochtouren. Wie erfrischend effizient! Die Krankenversicherung verweigert dem langjährigen Einzahler die Zahnbehandlung mit bedauerndem Achselzucken, finanziert dafür aber dem ukrainischen Nachbarn das volle Programm – ein kleines Zeichen der Prioritätensetzung, das man nur bewundern kann. Nachts lärmen die zugekifften Bürgergeld-Nachbarn durch die Siedlung, tagsüber ruhen sie sich vom anstrengenden Nichtstun aus, während der Steuerzahler um 5:30 Uhr zur Arbeit eilt. Welch ausgewogenes Gesellschaftsmodell! Die Rentenversicherung frisst Jahrzehnte von Beiträgen und spuckt am Ende Grundsicherungsniveau aus, als wollte sie sagen: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben erfolgreich für die Allgemeinheit gelebt.“ Politiker wie Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Robert Habeck zerstören mit heiliger Inbrunst die Industrie, verpulvern Steuergelder in alle Himmelsrichtungen und lassen Straßen und Brücken stilvoll verfallen – und fordern dennoch, dass man genau dieses System mit Zähnen und Klauen verteidigt. Volksfeste werden vorsorglich abgesagt, weil Terror eine lästige Begleiterscheinung der Bereicherung ist, während Frauen und Alte auf den Straßen ein aufregend neues Gefühl von Abenteuer erleben. Alles nur eine Frage der Perspektive.
Die bittere Bilanz der Selbstaufgabe
Das Deutschland, das man einst liebte, existiert nicht mehr – aber wie herrlich progressiv das doch ist! Die schwarz-rot-goldene Flagge weht tapfer über einem Terrain, das kulturell zersplittert, demografisch entkernt und ökonomisch ausgeblutet wurde. Die fleißigen, pünktlichen Deutschen von einst dürfen sich nun als Dienstleistungskaste fühlen, die das große Umverteilungs- und Umsiedlungsprojekt finanziert und dafür noch moralisch permanent unter Generalverdacht gestellt wird. Welch edles Opfer! Die gleichen Eliten, die in ihren abgeschotteten Vierteln leben und von Toleranz predigen, die sie selbst niemals ertragen müssten, nennen Kritiker „Rechte“, „Schwurbler“, „Boomer“ oder schlicht „Scheiß Deutsche“. Und dann wundern sie sich, dass die Begeisterung für die Verteidigung dieses Paradieses etwas gedämpft ausfällt.Es ist eine Satire, die sich selbst schreibt: Die Nachfahren von Kant, Goethe und Siemens sollen enthusiastisch jenes Gebilde schützen, das ihre eigenen Errungenschaften als toxisch, weiß und kolonial demontiert. Die Grünen, einst Pazifisten und Atomkraftgegner, haben nun indirekt entdeckt, dass der Normalbürger sehr wohl für ihre Experimente bluten und notfalls sterben darf. Wie erbaulich konsequent!
Nichts mehr, was es wert wäre
Am Ende bleibt die köstlich zynische Erkenntnis: Dies ist längst nicht mehr „sein“ Land, sondern lediglich der geografische Ort, an dem man seine Steuern entrichtet, damit andere – oft genug ohne jede Gegenleistung – ein angenehmes Leben führen können. Die Phrase „unser Land verteidigen“ klingt in diesem Kontext wie der letzte, verzweifelte Witz eines sterbenden Kabaretts. Ein Scheiß muss man, möchte man dem müden Bürger zurufen – und damit liegt er goldrichtig. Solange das Establishment nicht bereit ist, das Land wieder zu einem Ort der Leistung, der Sicherheit, der kulturellen Kohärenz und des gegenseitigen Respekts zu machen, bleibt jede Verteidigungsrhetorik das, was sie ist: hohles, pathetisches Theater für jene, die selbst am meisten von der Auflösung profitieren. Das Deutschland von einst ist gegangen. Was folgte, ist ein ironisches Meisterstück der Selbstentkernung – brillant inszeniert, teuer bezahlt und von jenen, die es erdulden müssen, nur noch mit müdem, augenzwinkerndem Kopfschütteln zu kommentieren. Verteidigen? Lieber nicht. Man könnte ja aus Versehen das Falsche retten.