Vom Luftschlag zur Sackgasse

Man hat eine Menge zerstört, aber den weder Iran „befreit“ noch die „Führung“ ausgeschaltet. Die Ausschaltung der Nuklearprogramme ist scheinbar gescheitert und die Iraner selber feuern Salve um Salve auf US Basen, die auch empfindliche Zerstörungen hinnehmen müssen.

Die Straße von Hormuz ist zu, Änderungen sind nicht irgendwo am Horizont. Kein Tropfen Öl wird durch Straße von Hormuz fließen. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Öl Ladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Erdölhandel wichtigen Straße von Hormuz als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet. Im Persischen Golf und in der Straße von Hormuz waren unterdessen Frachtschiffe von Geschossen getroffen worden. Der Iran bekannte sich zu zwei Angriffen. Die flächendeckenden Zerstörungen kippen die Stimmung nicht, sondern festigen den Zusammenhalt im Iran und damit den Mullahstaat.

Die alten Griechen hatten wieder einmal mit ihrer Mystik von der „Hydra“ recht.

Die bisherigen „Verbündeten“ der USA beginnen langsam von der reinen Lehre abzufallen und äußern immer mehr Kritik.

Die islamische Welt beginnt zusammenzurücken, der Angriff auf den Iran scheint die Gräben zwischen den diversen Auslegungen zuzuschütten.

Die weltweit immer mehr zu erkennende prinzipielle Abneigung gegen alles westliche wird stärker.

Was ist der Plan der USA, außer Zerstörung.

Vor einem halben Jahr wurden die Atomanlagen im Iran bombardiert und mit lautem Getöse kundgetan, dass nun der Iran auf Jahre hindurch geschwächt sei.

Und jetzt da capo?

Warum?

Die Glaubwürdigkeit der USA ist wieder einmal im Keller.

Gescheitert an der brutalen Wirklichkeit das diejenigen, denen man zu helfen vorgibt, Opfer des Krieges werden.

Gescheitert an einem Iran, der nicht die hochentwickelten Abwehrsysteme der Russen, Inder und Chinesen hat, sondern einfach eine Strategie entwickelte, die seine Zweitschlag Kapazitäten so weit kleinteilig gemacht hat, dass ihre schiere Menge es verhindert, sie auszuschalten.

Wehe, wehe-wenn ich auf das Ende sehe.

Es wird am Einmarsch der Bodentruppen kein Weg vorbeiführen.

TIP:  Friedensangst – Die neue Panik der Prosperität

Wenn nicht, dann warten wir zu, wie sich die Welt im Nahen Osten in einem Jahr darstellen wird.

P.S. Und wo sind die, die 1979 frenetisch jubelnd den Sieg der Mullahs herbeiprotestierten? Die eine schlechte Monarchie, durch eine noch schlechtere religiöse Diktatur ersetzt haben wollten. Und gewannen. Und jetzt?

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