Zigaretten

Weggeschnippte Zigarettenkippen sind weltweit das häufigste Abfallprodukt –und ein riesiges Sondermüllproblem. Weltweit werden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 5,6 Billionen Zigaretten pro Jahr gequalmt. Bis zu zwei Drittel der gerauchten Zigaretten werden auf den Boden geschmissen. Pro Jahr verschmutzen demnach zwischen 340 und 680.000 Tonnen Kippen unseren Planeten – ein gigantischer Berg von toxischem Sondermüll.

Bis zu 4000 unterschiedliche Chemikalien stecken in einer Zigarette, sodass die Tabakindustrie eigentlich eine Unterabteilung der Chemiebranche ist. Viele dieser Chemikalien bleiben im Filter zurück und gelangen ins Ökosystem, sobald man den Rest einer verglimmten Zigarette achtlos wegwirft.

Übliche Filter bestehen aus Cellulose, die aus Holz gewonnen wird. Mittels chemischer Prozesse wird das Material umgewandelt in Celluloseacetat. Dabei wird der Zigarettenfilter mit Chemikalien angereichert und extrem robust. Es dauert deshalb Jahre, bis ein Filter auf natürlichem Weg verrottet ist. Bei den Mengen an Zigarettenfiltern, die jährlich einfach weggeschmissen werden, bedeutet das eine enorme Belastung für die Umwelt.

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