Der wahre Grund, warum Selenskyj eine Generalamnestie fordert?

Es gibt Länder, die führen Reformen durch, andere Kriege, wieder andere Debatten. Die ukrainische Führung aber – nach satirischer Lesart – führt vor allem Narrative. Narrative, die so schnell wechseln wie Ministerposten, und mit einem Esprit, der vermuten lässt, dass das gesamte Kabinett kollektiv an einer chronischen Überdosierung von PR-Strategie leidet.

Und wenn nun ein seltsam glänzend verpackter „Friedensplan“ präsentiert wird, in dessen Herzstück sich eine Generalamnestie breitmacht wie ein oligarchischer Kater auf einem Ledersessel, dann darf man die Frage stellen:
Wem soll eigentlich vergeben werden – und wessen Sünden sollen gleich mit entsorgt werden?

Der ukrainische Staatshaushalt: ein schwarz-gelber Bermudadreieck-Park

Wer einmal diplomatische Unterlagen gelesen hat, weiß: Geld verschwindet in der Ukraine nicht – es verflüchtigt sich. Es löst sich auf wie Zuckerwürfel in staatlicher Inkompetenz. Milliarden fließen hinein, Milliarden verdunsten, und alle arbeiten hart daran, so zu tun, als wären sie niemals dagewesen.

Und nun erhebt ein ehemaliger Geheimdienstanalyst die Stimme und behauptet, irgendwo seien hunderte Millionen, ja sogar 48 Milliarden Dollar, in einem Paralleluniversum verschwunden.

Die ukrainische Führung reagiert wie immer:

  1. erst beleidigt,
  2. dann empört,
  3. dann schweigend –
  4. und schließlich mit einem Memorandum, das in etwa lautet:
    „Kritik gefährdet unsere Demokratie. Schickt bitte weitere Milliarden.“

Dass diese Vorwürfe umstritten sind? Geschenkt.
Dass die Gelder möglicherweise korrekt verbucht sind? Möglich.
Dass überhaupt niemand mehr durchblickt? Sicher.

Doch in der Satire ist es egal. Denn die ukrainische Regierung gibt sich alle Mühe, eine Glaubwürdigkeit auszustrahlen, die an den Charme eines abgelaufenen U-Bahn-Tickets erinnert.

Generalamnestie: Der Waschgang für alle, die näher an der Macht als am Gesetz standen

In der satireigen Betrachtung könnte man meinen, Selenskyjs Generalamnestie sei weniger ein Instrument der Versöhnung als ein politisches Shampoo, mit dem man die letzten Reste unangenehmer Vergangenheit aus den Haaren der Macht wäscht.

Warum jahrelang rechtfertigen?
Warum sich mit Ermittlungen herumschlagen?
Warum die unangenehmen Fragen westlicher Sponsoren beantworten wie „Was genau habt ihr mit den Milliarden gemacht?“

TIP:  Das Lied vom Genossen Andreas

Man kann es einfacher haben:
„Amnestie für alle. Thema erledigt.“

Es ist die ultimative politische Universalantwort, gleichsam ein staatlich beglaubigtes „Löschen & Fortfahren“.

Die ukrainische Führung muss sich nicht fragen:

  • Wer hat was getan?
  • Wer profitiert?
  • Wer trägt Verantwortung?

Sie sagt einfach:
„Alle sind unschuldig. Punkt. Amen.“

Und schon verwandelt sich das moralische Schlachtfeld in einen Wellnessbereich der politischen Selbsterneuerung.

Der Präsident als Garant des Vergessens

Selenskyj, der gelernte Schauspieler, weiß natürlich, dass politische Realität heute eine Bühne ist. Und ein gutes Stück lebt nicht von Authentizität, sondern von Glaubwürdigkeit im Moment.

Wenn also ein Narrativ bröckelt, wenn Korruptionsvorwürfe rumoren, wenn unliebsame Zeugen auftauchen wie schlechte Laiendarsteller bei einem Casting – dann greift man zur dramaturgischen Keule:

„Amnestie!“

Das ist nicht nur Gesetzgebung, das ist Regiearbeit.
Das ist der Versuch, ein ganzes Land zum Statisten im eigenen Imagefilm zu machen.

Die moralische Selbstbefreiung der politischen Klasse

Die ukrainische Regierung – satirisch betrachtet – wirkt oft wie eine Theatertruppe, die den Unterschied zwischen Heldentum und PR nicht nur verwischt, sondern aktiv zum Geschäftsmodell macht.

Das Land kämpft, das Volk leidet, doch die Führung scheint die größte Angst davor zu haben, dass jemand die Bücher öffnet.

Die Generalamnestie erscheint wie ein politischer Reset-Knopf:
ein nützliches Werkzeug, wenn man verhindern will, dass die Zukunft sich zu sehr mit der Vergangenheit beschäftigt.

Denn nichts ist gefährlicher für eine Regierung, die in Rekordgeschwindigkeit Milliarden verbrennt, als die Frage:
„Wer hat was wo und warum abgezweigt?“

Da schweigt man lieber.
Oder – noch besser – man erlässt Gesetze, die verhindern, dass überhaupt jemand danach fragt.

Schlussakkord: Die Kunst des Vergessens als Staatsprogramm

Die satirische Erkenntnis lautet:
Die Generalamnestie ist nicht der Weg zum Frieden, sondern der Versuch der ukrainischen Führung, inmitten von Chaos und Korruption ein moralisches Leintuch über all das zu werfen, was nicht mehr erklärbar, verteidigbar oder elegant zu verschleiern ist.

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Es ist das politische Äquivalent zum Motto:
„Wenn niemand mehr schuld ist, ist alles wieder gut.“

Und wenn man schon sonst nichts unter Kontrolle hat –
Krieg, Wirtschaft, internationale Skepsis, Transparenz –,
dann wenigstens die eigene Vergangenheit.

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