Lackmustest

Es gibt einen ganz einfachen Lackmustest:

Sollten die Gebote, Regeln meiner Religion, Ideologie, Weltanschauung im Widerspruch mit dem Grundgesetz, der Verfassung meines Landes bzw. den allgem. (UN) Menschenrechten stehen, wem räume ich Vorrang ein?

Für den Islam sind die entsprechenden Daten (weltweit bzw. Europa) über einfache Suchmaschinenabfrage leicht zu ermitteln.

Für Fortgeschrittene:

wie viele Staaten mit Mehrheit-Religion X:

  • hängen Schwule an Baukräne,
  • verweigern elementarste Frauenrechte,
  • verhängen Haft/Todesstrafe für „Abfall vom Glauben“,
  • haben mehr als 250 Jahre für die erste Druckerpresse benötigt,
  • gehören teilweise zu den reichsten Staaten der Erde
  • und haben trotzdem alle zusammen weniger Nobelpreise als ein Cambridge-College?
Lackmustest

Mal ne Frage?

Der Islam hat massive Probleme. Die Probleme sind jedoch nicht Karikaturisten, Kritiker und Spotter, sondern all die Muslime, die im Namen ihres Gottes Hass verbreiten und Gewalt ausüben, sowie all die Muslime, die dazu schweigen oder die Taten gar rechtfertigen.

Weltweit gehen Muslime in Massen auf die Straße, um dagegen zu demonstrieren, dass Mohamed gezeichnet wird. Warum gehen Muslime nicht mindestens in ebenso großer Weise auf die Straße, wenn im Namen Mohameds gemordet und Köpfe abgeschnitten werden?

Mal ne Frage?

Gratismut und Selbstbeweihräucherung

In den US kommt ein Schwarzer (in seinem Körper haben sich die Drogen Methamphetamin, Cannabis sowie Fentanyl nachweisen lassen, wobei die Einnahme von Methamphetamin nur kurze Zeit vor den tragischen Ereignissen erfolgt ist) bei einer Festnahme zu Tode, 50.000 auf den Straßen.

In Dresden werden 2 Homosexuelle angegriffen, dabei kam einer der beiden Männer ums Leben, in Frankreich wird ein Lehrer geköpft, Betenden wird („Messerangriff“ © Der Standard) die Kehle durchgeschnitten. Wo bleiben die Lichterketten, die Konzerte, die runden Tische und die wochenlange mediale Aufarbeitung gegen islamisch geprägte Terrorakte? Das Einzige was kommen wird, ist die Verwunderung warum rechte Parteien wieder massiv an Stimmen zulegen konnten. Das alles trieft von Gratismut und Selbstbeweihräucherung.

Umfassende zivilgesellschaftliche Solidarität haben in Europa leider nur die Opfer völkischer/neonazistischer Verbrechen zu erwarten. Die „Zivilgesellschaft“ hat den Islamismus noch immer nicht so recht als Feind von Verfassung, Demokratie und Menschenrechten verortet.

Aber gegen Islamismus zu stehen ist ja ECHT gefährlich (Hamed Abdel-Samad, Seyran Ateş, …. Alle unter Polizeischutz), da ist es schon bequemer gegen die „Gefahr von rechts“ zu sein, was eigentlich heute alles rechts von Grün ist.

BTW.: 74% der jungen französischen Muslime unter 25 Jahren meinen, ihre Religion stehe über den Gesetzen der Republik.

Gratismut und Selbstbeweihräucherung

Das wär doch was!

Statt all der eingeübten und oft wiederholten Betroffenheitsrethorik wäre es wüsnchenswert, von einem, NUR einem Politiker folgenden Satz zu hören:

“In unserer Gesellschaft darf jeder seine Religion ausüben, wie er es möchte; gleichzeitig muss er es aushalten, dass seine Religion öffentlich veralbert, verspottet und lächerlich gemacht wird. Die Freiheit der Kunst und der Satire stehen bei uns über religiösen Empfindungen, ganz gleich von welcher Religion.”

 Es geht um das Diktum von Christopher Hitchens: “In einer freien Gesellschaft hat niemand das Recht, nicht beleidigt zu werden.”

Das wär doch was!

Die Grenzen der Toleranz

Nach Beschwerden von Badegästen hat die Duisburger Niederrhein-Therme Frauen untersagt, freizügige Bikinis zu tragen. Demnach fühlten sich einige Besucher von knapper Badebekleidung gestört. „Wir sind ein Standort, wo viele Kulturen aufeinandertreffen. Freizügigkeit wird nicht immer von allen Besuchergruppen toleriert“, schilderte eine Sprecherin der Niederrhein-Therme.

In Duisburg haben 43,3 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund. Im Stadtbezirk Hamborn, in dem die Therme liegt, beträgt der Anteil 57,4 Prozent.
Künftig würden Mitarbeiter zu leicht bekleidete Frauen auf das Verbot hinweisen. Die Besucherinnen müssten ihre Badebekleidung dann wechseln, betonte die Sprecherin. String-Tangas gehörten nicht in ein Wellness- und Gesundheitszentrum.

Die Schwimmanstalt habe nun Schilder angebracht, die auf das Verbot hinwiesen. „Im Interesse aller anwesenden Gäste weisen wir Sie ausdrücklich darauf hin, daß unzureichende Badekleidung (String-Tangas, Brazilian Bikinis, etc.) in unserer Therme nicht gestattet sind“.

Das Tragen von Burkinis hingegen sei erlaubt.

Die Grenzen der Toleranz

LACHEN, BIS DIE JIHADISTEN KOMMEN

Man kann Witze über alles machen, nur nicht über Mohammed, über Allah, über den Koran, über die Schriften?

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen„, hat George Orwell gesagt. Aber das kann man nur erreichen, wenn Kritik (auch an welcher Religion auch immer), zum Beispiel in Form von Karikaturen, als Teil des öffentlichen Diskurses wahrgenommen und akzeptiert wird.

Satire gegen die Religion ist wichtig, weil und soweit sich die Religion ihrerseits Kritik an der Gesellschaft leistet.

Mit Salman Rushdie und den „satanischen Versen“ schien 1988/89 alles anzufangen. Im zunehmend säkularen Europa war das Thema Blasphemie vor 2004 nur noch selten zu einem Streitpunkt oder Rechtsfall geworden – schon gar nicht in diesem Ausmaß. Die Ermordung des niederländischen Regisseurs und Publizisten Theo Van Goghs im Jahr 2004 war ein Wendepunkt. Das künstlerische und kulturelle Leben in Europa denkt an Einschüchterungen und Selbstzensur: Europaweit werden Artikel oder Kunstwerke zurückgehalten oder zurückgezogen, Ausstellungen geschlossen bzw. Opern nicht aufgeführt – aus Angst vor möglichen Reaktionen von Islamisten. Kritiker „solch einer Selbstzensur“ sprachen von Kapitulation und Erpressung:

Dass gerade Satire und Religion leicht in Spannung geraten, haben Künstler immer wieder erfahren. So löste in Österreich der Karikaturist Gerhard Haderer 2002 einen Skandal aus, als er Jesus als liebenswerten Weihrauch-Kiffer darstellte. Pop-Queen Madonna sorgte 2006 für Wirbel, als sie sich während einer Bühnenshow an ein mit Spiegeln besetztes Kreuz hängen ließ und den Papst einlud, ihr Konzert in Rom zu besuchen. Muss man es gutheißen, wenn Femen-Aktivistinnen im Kölner Dom auf den Altar hüpfen? Natürlich nicht, aber man muss es ertragen. Dasselbe gilt auch für die Mohammed-Karikaturen. 

Der Koran an sich enthält kein dezidiertes Abbildungsverbot des Propheten. Hingegen ist die Anbetung von Götterbildern – also der Götzenverehrung – strikt untersagt. Denn wie bei anderen monotheistischen Religionen ist der Hintergedanke jener, dass nicht das Bild wichtiger wird als das, was es repräsentiert. 

Der Islam hat ein Dschihadismus-Problem. Darum muss er sich kümmern. Das ist schlimm genug. Scharfmacher und Hassprediger müssen schonungslos zur Verantwortung gezogen werden. 

«Unser wunderbares Wertesystem hat es geschafft, dass man auch den Papst karikieren kann und trotzdem steht niemand mit einer Pistole oder einer Kalaschnikow an der Tür. Diese Freiheit haben gerade wir Deutschen mühsam genug errungen. Wir sollten sie keinesfalls aufs Spiel setzen», sagt der deutsche Karikaturist Klaus Staeck, bekannt für seine politischen Poster.

Diese Form der Meinungsfreiheit ist ein durch und durch säkularer Wert, der in der Aufklärung gegen die Religionen und ihre Deutungshoheit über die Welt erstritten wurde. Eine Gefahr droht aber kaum von Auflagen und Einschränkungen, sondern eher von der Selbstzensur der Medienschaffenden. 

Dazu Salman Rushdie über das Verhältnis des Islam zu Witzen: „Was mich beunruhigt, ist die Leichtigkeit, mit der sich die Menschen in Europa und Amerika in ihren Grundfesten erschüttern ließen. Ich glaube, das Problem liegt darin, dass die Einschüchterung zunehmen wird und dass jene Werte, die im Westen hunderte Jahre Gültigkeit hatten, nämlich Satire, Lächerlichkeit, Witze, Lachen und Skeptik sowie die Bereitschaft, sich nicht vor jeder Macht auf den Boden zu werfen, an Kraft verlieren.“

Karikaturenstreit

Am 30. September 2005 veröffentlicht die dänische Zeitung „Jyllands-Posten“(JP) 12 Karikaturen mit dem Titel „Die Gesichter Mohammeds„. Daraufhin kam es weltweit zu Protesten muslimischer Organisationen, vom Boykott dänischer Produkte bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen mehr als 140 Menschen den Tod fanden und über 800 verletzt wurden. Die Demonstranten auf den Straßen wurden teilweise gezielt desinformiert. Es wurden dänische und norwegische Botschaften angegriffen und teilweise zerstört.

Am 1. Februar 2006 druckten dann einige europäische Zeitungen eine oder mehrere der umstrittenen Karikaturen. In Österreich erschienen diese in der Kronen Zeitung, der Kleinen Zeitung und der Sonntags-Rundschau. In Deutschland veröffentlichte Die Welt alle zwölf Karikaturen, Die Zeit, FAZ, Tagesspiegel, Berliner Zeitung und die taz einige der Karikaturen, während Bild und Spiegel Online einen Abdruck ablehnten. Später veröffentlichten die beiden Magazine Der Spiegel und Focus im Zuge der Berichterstattung einige Karikaturen, woraufhin Ägypten den Verkauf der aktuellen Ausgaben verbot.

Flemming Rose, damals Feuilleton-Chef der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“, inzwischen Außenpolitik-Chef von „Jyllands-Posten„, hatte die Karikaturen mit dem erklärten Ziel veröffentlicht, der in Europa um sich greifenden Selbstzensur, die er erkannt haben wollte, ein Zeichen im täglichen globalen Kampf für die freie Meinungsäußerung entgegenzusetzen.

In einem Begleittext zu den Karikaturen schrieb er damals, in einer säkularen Demokratie müssten alle Individuen und gesellschaftlichen Gruppen Hohn, Spott und Satire akzeptieren – auch Muslime. Das sei eine Form von Anerkennung und Inklusion: Ihr seid weder Gäste noch Fremde oder eine Randgruppe, sondern ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft. Wer anfange, so argumentierte Rose, Tabus in der öffentlichen Debatte zu akzeptieren, gerate auf die schiefe Bahn. Dann könne jede gesellschaftliche Gruppe bestimmte Tabus für sich beanspruchen – am Ende sei die Meinungsfreiheit eine Karikatur ihrer selbst.

Der Begriff „Karikaturenstreit“ erreichte bei der Wahl zum Wort des Jahres 2006 in Deutschland den dritten Platz.

Charlie Hebdo – Humor bis zum Tod

Charlie Hebdo ist eine wöchentlich erscheinende Satirezeitschrift; sie gilt neben Le Canard enchaîné als das bedeutendste Satiremagazin Frankreichs. Die Zeitschrift gehört zu den wenigen auf der Welt, welche im Februar 2006 die Mohammedkarikaturen aus der dänischen Jyllands-Posten nachgedruckt hatten. Bereits 2011 war die Wochenzeitung Ziel eines Brandanschlags, nachdem sie eine Abbildung des islamischen Propheten Mohammed auf ihrer Titelseite veröffentlicht hatte. 

Am 7. Januar 2015 fand ein islamistisch motivierter Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris statt. Zwei maskierte Täter, die sich später zu Al-Qaida im Jemen bekannten, drangen in die Redaktionsräume der Zeitschrift ein, töteten und verletzten mehrere Anwesende und brachten auf ihrer Flucht einen weiteren Polizisten um. Am 9. Januar verschanzten sie sich in Dammartin-en-Goële; Sicherheitskräfte erschossen die beiden Täter.

Die Täter erschossen in der Redaktion zehn Personen: den Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier („Charb“), die Zeichner Jean Cabut („Cabu“), Bernard Verlhac („Tignous“), Philippe Honoré und Georges Wolinski, den Wirtschaftswissenschaftler und Mitinhaber der Zeitschrift Bernard Maris („Oncle Bernard“), den Lektor Mustapha Ourrad, den Kultur-Veranstalter Michel Renaud, die Psychiaterin und Psychoanalytikerin Elsa Cayat und den Personenschützer Franck Brinsolaro.

Der Anschlag erfolgte am Tag des Erscheinens des islamkritischen Romans „Soumission“ (Unterwerfung) von Michel Houellebecq in Frankreich. Der Roman beschreibt das Leben in Frankreich unter einem muslimischen Präsidenten.

Der Schriftsteller Salman Rushdie, der 1989 selbst Ziel einer Fatwa wurde, äußerte sich am Tag des Anschlags in einer Presseerklärung: „Religion, eine mittelalterliche Form der Unvernunft, wird, wenn sie mit modernen Waffen kombiniert wird, zu einer echten Gefahr unserer Freiheiten. Derartiger religiöser Totalitarismus hat zu einer tödlichen Mutation im Herzen des Islams geführt und wir sehen heute die tragischen Folgen in Paris. Ich stehe hinter Charlie Hebdo, so wie wir alle es tun müssen, um die Kunst der Satire zu verteidigen, die stets eine Kraft für die Freiheit und gegen die Tyrannei, Unehrlichkeit und Dummheit war. ‚Respekt vor der Religion‘ ist zu einer verschlüsselten Phrase mit der Bedeutung ‚Angst vor der Religion‘ geworden. Religionen, wie alle anderen Ideen, verdienen Kritik, Satire, und, jawohl, unsere angstfreie Respektlosigkeit.“

LACHEN, BIS DIE JIHADISTEN KOMMEN

Trachtenpärchen: Brexit & Öxit

 

Brexit, Öxit, Euroxit oder was jetzt?
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Das wird man ja noch sagen dürfen …

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Das wird man ja noch sagen dürfen …




… und jetzt „Je suis Würzburg“?

Die Wiener Zeitung vom 16./17. Juli titelt „Je suis Nice, Paris, Charlie – wie oft noch?“ Ich denke noch oft, wenn sich der gesellschaftlich-politische Umgang mit diesem Phänomen nicht schnell und grundlegend ändert.

Und jetzt „Je suis Würzburg“?

Der jugendliche Attentäter von Würzburg schien so etwas wie ein Modellflüchtling gewesen zu sein. Der 17-jährige Afghane (auch wenn dies nun fraglich scheint) galt zuvor als ausgeglichen und gut integriert. Er absolvierte ein Praktikum in einer Bäckerei (mit der Aussicht auf eine Lehrstelle), wurde im Rahmen der Jugendhilfe intensiv betreut und lebte im Haus seiner bayrischen Pflegeeltern.

Dort nimmt er eines Abends ein Video auf, bezeichnet sich als „Soldat des Kalifats“ und sagt: „So Gott will werde ich Euch mit diesem Messer abschlachten und Eure Schädel mit Äxten einschlagen“, schreibt einen Abschiedsbrief, in dem er die Tat als „Rache, für das, was seinen muslimischen Schwestern und Brüdern angetan wurde“ bezeichnet, verlässt das Haus mit Axt und Messer, und richtet in einem Regionalzug ein Blutbad an.

Auslösendes Moment für die Tat könnte gewesen sein, dass der 17-Jährige am vergangenen Samstag die Nachricht erhielt, dass eine gute Bekannte in Afghanistan ums Leben gekommen sei. Warum aber nimmt dieser junge Moslem eine Axt in die Hand und schlägt und sticht „Allahu akbar“ rufend auf Menschen ein? Warum nimmt er nicht das Telefon in die Hand um eine Jugendhotline anzurufen?

Der Medial-Politische Reflex: “Das hat nichts mit dem Islam zu tun”, „Islam ist Friede und Barmherzigkeit“, usw. , (mögliche) religiöse Ursachen eines islamischen Gewaltproblemes werden negiert. Wer anderes behauptet hetzt, spaltet die Gesellschaft und stellt Muslime unter Generalverdacht, es ist ja nur eine Minderheit die so denkt. (Selbst wenn dies so sei, 2-3% von ca. 500.000 sind immer noch 10.000 – 15.000 Personen mit einer massiv religiös motivierten Gewaltbereitschaft stellt dies ein massives Problem dar, das thematisiert werden muss. Auch in der normalen Tagesberichterstattung wird eingehender über die Probleme mit der verschwindend geringen Anzahl von Flugzeuge berichtet die hinunterfallen, und nie gibt es Breaking-News: heute bereits 670 Flugzeuge sicher in Frankfurt gelandet)

Meldungen, nach Anschlägen wie diesem, „dass der Täter eher psychisch krank war“, tauchen nun allzu schnell auf; „frustriert, nicht anerkannt, ausgegrenzt“, da mietet man schon mal einen LKW und fährt 2 Kilometer über Männer, Frauen und Kinder oder kauft eine Axt und ein Zugticket

Die Islamverbände weisen die Lösung dieser Probleme der Gesellschaft zu, da es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, und Terror keine Religion kenne und schon aber gar nichts mit dem Islam zu tun habe. Außerdem „den Islam“ gibt es sowieso nicht, aber gleichzeitig wird eingefordert, dass„der Islam“ zu Europa gehört?

Alles ist eine Fehlinterpretation, Tötungsbefehle („Tötet die Ungläubigen wo immer ihr sie findet) sind immer aus dem Zusammenhang gerissen, falsch zitiert oder können von nicht Islamgelehrten sowieso nicht zitiert werden.

Gewiss auch in der Bibel stehen eigenartige Dinge. Beispielsweise im 2. Buch Mose (Exodus, Kapitel 35 – 40): „Sechs Tage soll gearbeitet werden, aber der siebte Tag soll euch heilig sein, dass ihr die Sabbatruhe des Herrn feiert. Wer da Arbeit verrichtet, der soll sterben.“ Dennoch fanden bisher keine Selbstmordanschläge in Baumärkten oder Mediamärkte durch christliche Attentäter an Wochenenden statt.

Nach dem fehlgeschlagenen Putsch strömen tausende binnen kürzester Zeit auf die Straße und skandieren „Allahu Akbar“ und „Sokaklar Bizim“ („die Straßen gehören uns“). Organisiert wurde die „Spontan“-Demo offenbar von der UETD, der Union Europäisch-Türkischer Demokraten. Nebenbei wurde ein Lokal einer kurdischen Kette verwüstet. Danach verbreiten diese „Türkischen Demokraten“  im Internet Denunziationsaufrufe mit den Email Adressen türkischer Polizeibehörden.

Als Zugabe zum Gewalt- noch ein Demokratieproblem.

Auf Spurensuche verdient aber  die Realität in den 57 Ländern der Organisation of Islamic Cooperation (OIC) des weltweit bedeutendsten Zusammenschlusses aller Staaten mit mehrheitlich islamischer Bevölkerung Beachtung. Diese zeigt auf, wie tief die Problematik geht.

Keiner dieser Staaten würde auch nur annähernd die Kriterien für einen EU-Beitritt erfüllen. Es gibt de fakto keinen Staat mit islamischer Bevölkerungsmehrheit und einer pluralistischen Ordnung, die Nichtmuslime gleichbehandelt. Allein für Glaubenswechsels kann man in elf OIC-Länder hingerichtet werden; in vielen anderen für viele Jahre ins Gefängnis wandern Laut Freedom House, ist der Nahe Osten nach wie vor rückständig in Sachen demokratischer Entwicklung. Gerade einmal drei von 18 Ländern im Nahen Osten wird ein teilweise frei attestiert, 14 gelten als unfrei. Von weiteren 47 Länder mit islamischer Bevölkerungsmehrheit gelten lediglich elf Staaten als electoral democracy aus. (darunter aber z.B. Nigeria / Bangladesch !!!)

Würden diese Staaten und Organisationen, die europäischen Verbände und der gesellschaftlich-politische Diskurs diese Probleme seriös thematisieren und anerkennen, könnte man vielleicht einmal eine Gesprächsbasis finden können.

… und jetzt „Je suis Würzburg“?




Erdowitz und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

ErdoWitz

Das deutsch-türkische Verhältnis wird aufgrund des umstrittenen Erdogan-Gedichts des Satirikers Jan Böhmermann zunehmend belastet: Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan forderte nun auch persönlich in einem Brief von Deutschland, ein Strafverfahren gegen Böhmermann einzuleiten.

Ankara hatte das bewusste Schmähgedicht, mit dem Böhmermann unter anderem Erdogans Vorgehen gegen die Meinungsfreiheit in der Türkei satirisch thematisierte, als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet.

Erdowitz und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“




„Tausendmal ist nichts passiert, …

… und nun hat es Zooom gemacht“ … also diesmal Brüssel.

Ich kann es nicht mehr hören –  unsere Werte …, dürfen die offene Gesellschaft nicht …, werden uns nicht beugen …, Toleranz verteidigen… usw., usw., and btw. Politiker die jetzt „grenzenlos entsetzt“, „tief schockiert“, „betroffen“ sind, habe ihre Job description nicht ordentlich gelesen, grenzenloses Entsetzen ist keine politische Kategorie, eben genau dazu sind sie da, mit solchen Ereignissen umzugehen, und zwar nicht geschockt, also gelähmt, sondern professionell. Das darf man doch wohl erwarten. Würden wir einen Chirurgen akzeptieren, der „so geschockt“ oder „tief betroffen“ von einer Verletzung ist?, oder würden wir professionelles Handel einfordern, selbst wenn er es wäre, und nicht sofort nach neuen strengeren Einschränkungen verlangt, die aufgrund persönlicher Freiheit eben zu solchen führen könnten. Entweder sie sind dazu nicht fähig, oder beleidigen uns mit wertlosen Worthülsen.

Zusammenfassung also: Bessere Geheimdienstkooperation, Vorratsdatenspeicherung, „Intensivierung der Sicherheitsvorkehrungen“ (was immer diese Drohung auch beinhaltet) und vieles grausliche mehr, somit zumindest 1:0 IS im Kampf gegen die offene Gesellschaft! Einerseits gut, dass dies Popper und Weber nicht mehr erleben mussten, andererseits wären gerade jetzt ihre Worte mehr als nur notwendig.

Die BM.I Vorstadt Ministerin erklärt, wir hätten in Österreich jetzt also eine „erhöhte abstrakte Gefährdung“, die haben wir durch unsere Regierungen, die USA, die NATO sowieso, so what?

London, Madrid, Paris, Istanbul, Kopenhagen, Brüssel, und wahrscheinlich noch jedes EU-Land oder jede EU-Metropole wird sich noch einreihen, es gab es und es wird es geben.

Wäre es nicht mal angebracht den Verstand einzuschalten?

Aber alle sind sich nun einig, „den Terroristen darf es nicht gelingen, unsere offene Gesellschaft in Frage zu stellen.“

Sorry Guys, es ist ihnen schon gelungen!

„Tausendmal ist nichts passiert, …




Eine Kampagne gegen politische Geisterfahrer – AT

Eine Kampagne gegen politische Geisterfahrer – AT




Eine Kampagne gegen politische Geisterfahrer – DE

Eine Kampagne gegen politische Geisterfahrer – DE




Zitate

„Allah will Humor“

Aiman Mazyek
Generalsekretär der Zentralrat der Muslime in Deutschland
im Interview „Darf man mit Mohammed Witze reißen?“

„Das ist eine
wissenschaftliche Angelegenheit.
Da müssen Sie einen Wissenschaftler,
etwa einen Arzt fragen,
warum fragen Sie mich das?“

Fuat Sanaç
Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich
 
auf die Frage, ob die Frau im Islam nun prinzipiell als schwach gilt

Zitate




Satire darf alles! Oder doch nicht?

Satire überhöht, sie kann ironisch, sarkastisch, manchmal verletzend sein. Satire ist kalkulierte Kritik, Spott oder Beleidigung, auf Missstände hinweisen bzw. Änderungen provozieren will. Aber sie ist immer eine friedliche Art der Kritik. Auch diese Methode an Stelle von Gewalt, Terror, Zerstörung und Verfolgung ist ein ganz entscheidender, extrem wichtiger Bestandteil des westlichen Wertekanons. Satire dient der Aufklärung, und sei es nur dadurch, dass sie eine Autorität ins Lächerliche zieht. Idealerweise unterläuft die Satire überdies ein Denkverbot. Deshalb riskiert sie etwas. Satire bedeutet Auseinandersetzung, sie rüttelt an Verkrustungen – je verkrusteter umso mehr wird gerüttelt. Das Rütteln bedeutet auflockern und nicht bekämpfen. Satire ist auch ein Medium um Benachteiligten und Schwachen in der Gesellschaft eine Stimme, eine Kunstform zu verleihen, ein Mittel gegen Herrschende, gegen Besitzende, gegen Machthaber einer Gesellschaft. Satire sollte nicht die Vorurteile des Publikums bedienen, sondern sie in Frage stellen.

Der Satiriker Kurt Tucholsky verteidigte seine Arbeit in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wie folgt: „Was darf Satire? Alles!“.

Man muss Satire aushalten können, so etwas nennt sich Demokratie. Zur Demokratie gehöre das Recht auf Kritik, Satire und sogar Beleidigung. Das hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Man kann sich selbst oder etwas mit dem man sich identifiziert nur dann satirisch betrachten, wenn man ein Mindestmaß an Selbstbewusstsein hat und nicht unter zu starken Minderwertigkeitskomplexen leidet.

Wer Karikaturen oder Satire nicht aushalten kann, kann in seiner Überzeugung nicht sonderlich gefestigt sein.

Auf den Punkt gebracht

Satire ist Ausdruck von Meinungsfreiheit. Ein Gut, das es zu schützen gilt.

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen„, hat George Orwell gesagt.

Aber das kann man nur erreichen, wenn Kritik (an welcher Religion auch immer), zum Beispiel in Form von Karikaturen, als Teil des öffentlichen Diskurses wahrgenommen und akzeptiert wird.

Satire gegen die Religion ist wichtig, weil und soweit sich die Religion ihrerseits Kritik an der Gesellschaft leistet.

Satire darf alles! Oder doch nicht?




Lachen, bis die Jihadisten kommen

Man kann Witze über alles machen! Nur nicht über Mohammed, über Allah, über den Koran, über die Schriften?

Mit Salman Rushdie und den „satanischen Versen“ schien 1988/89 alles anzufangen. Im zunehmend säkularen Europa war das Thema Blasphemie vor 2004 nur noch selten zu einem Streitpunkt oder Rechtsfall geworden – schon gar nicht in diesem Ausmaß. Die Ermordung des niederländischen Regisseurs und Publizisten Theo Van Goghs im Jahr 2004 war ein Wendepunkt. Das künstlerische und kulturelle Leben in Europa denkt an Einschüchterungen und Selbstzensur: Europaweit werden Artikel oder Kunstwerke zurückgehalten oder zurückgezogen, Ausstellungen geschlossen bzw. Opern nicht aufgeführt – aus Angst vor möglichen Reaktionen von Islamisten. Kritiker „solch einer Selbstzensur“ sprachen von Kapitulation und Erpressung.

Dass gerade Satire und Religion leicht in Spannung geraten, haben Künstler immer wieder erfahren. So löste in Österreich der Karikaturist Gerhard Haderer einen Skandal aus, als er Jesus als liebenswerten Weihrauch-Kiffer darstellte. Pop-Queen Madonna sorgte für Wirbel, als sie sich während einer Bühnenshow an ein mit Spiegeln besetztes Kreuz hängen ließ und den Papst einlud, ihr Konzert in Rom zu besuchen. Muss man es gutheißen, wenn Femen-Aktivistinnen im Kölner Dom auf den Altar hüpfen? Natürlich nicht, aber man muss es ertragen. Dasselbe gilt auch für die Mohammed-Karikaturen.

Der Koran an sich enthält aber kein dezidiertes Abbildungsverbot des Propheten. Nur die Anbetung von Götterbildern – also der Götzenverehrung – ist strikt untersagt. Denn wie bei anderen monotheistischen Religionen ist der Hintergedanke jener, dass nicht das Bild wichtiger wird als das, was es repräsentiert.

«Unser wunderbares Wertesystem hat es geschafft, dass man auch den Papst karikieren kann und trotzdem steht niemand mit einer Pistole oder einer Kalaschnikow an der Tür. Diese Freiheit haben gerade wir Deutschen mühsam genug errungen. Wir sollten sie keinesfalls aufs Spiel setzen», sagt der deutsche Karikaturist Klaus Staeck, bekannt für seine politischen Poster.

Diese Form der Meinungsfreiheit ist ein durch und durch säkularer Wert, der in der Aufklärung gegen die Religionen und ihre Deutungshoheit über die Welt erstritten wurde.

Eine Gefahr droht aber kaum von Auflagen und Einschränkungen, sondern eher von der Selbstzensur der Medien- und Kunstschaffenden.

Dazu Salman Rushdie: „Was mich beunruhigt, ist die Leichtigkeit, mit der sich die Menschen in Europa und Amerika in ihren Grundfesten erschüttern ließen. Ich glaube, das Problem liegt darin, dass die Einschüchterung zunehmen wird und dass jene Werte, die im Westen hunderte Jahre Gültigkeit hatten, nämlich Satire, Lächerlichkeit, Witze, Lachen und Skeptik sowie die Bereitschaft, sich nicht vor jeder Macht auf den Boden zu werfen, an Kraft verlieren.“

Lachen, bis die Jihadisten kommen