Christian sucht seinen Wohlstand

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP):


„Meine Sorge ist, dass wir in einigen Wochen und Monaten eine sehr besorgniserregende Situation haben könnten„, sagte der Minister. „Und in dieser Situation dürfen wir nicht wählerisch sein. Es geht ja um drei bis vier, vielleicht fünf Jahre der Knappheit und dafür müssen wir eine Antwort finden.“

NA DANN FANG DOCH MAL AN ZU SUCHEN! Dafür wirst Du fürstlich bezahlt, Du ….. .

(Zwischen Oktober 2017 und Januar 2018 erzielte Lindner mit sieben Auftritten vor Banken und Consulting-Firmen mindestens 38.500 Euro an Nebeneinkünften. In der 19. Legislaturperiode (Stand August 2020) erhielt er mindestens 424.500 Euro aus Nebentätigkeiten und gehört damit zu den Mitgliedern des Bundestags mit den höchsten Nebeneinkünften.)

Finanzminister Christian Lindner (FDP) setzt bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs auf die Verantwortung des Einzelnen – insbesondere der Arbeitnehmer !!!

KLAR, (insbesondere!!!!) die ArbeiterInnen müssen’s richten. GENIAL, DU ….

Am Freitag schrieb er auf Twitter:
Was wir jetzt brauchen, sind mehr Wachstumsimpulse, mehr Gründungen, mehr Überstunden (sag DAS mal auf einer Intensivstation!), um unseren Wohlstand zu sichern. (© Lindner)

DEINEN Wohlstand meinst Du wohl.

Christian sucht seinen Wohlstand

… ab jetzt beginnt die Notwehr

  • Ich war ja etwas enttäuscht, dass Fridays for Future nicht eine radikalere Position eingenommen hat. Ich hatte gehofft, dass ihr Generationen-Interesse sie zu einem radikaleren Akteur machen würde. Es wird nicht ohne massiven Konflikt in dieser Gesellschaft gehen, es wird keine klimagerechte Politik in Deutschland geben, ohne massive Konflikte in der Gesellschaft, wo Teile dieser Gesellschaft gegen andere Teile der Gesellschaft kämpfen. Wenn Fridays for Future sich als Generation konstituiert, dann haben sie ein ganz klares Interesse, gegen wen zu kämpfen ist.

  • Im Moment glaube ich, dass man diese radikaleren Aktionsformen erst mal anfangen muss, salonfähig zu machen, und diskursiv zu legitimieren. Weil die werden kommen, über die wird jetzt schon in der Klimabewegung geredet und wir haben, glaube ich, die Aufgabe, im Vorfeld schon Leuten zu erklären: “Das wird passieren. Don’t be surprised, when shit starts breaking. Denn schau mal ins Rheinland: shit is already broken.”

  • Sich also an die Regeln der Gesellschaft halten, ist ein sicherer Weg, sie nicht zu verändern. Deshalb braucht es mehr wirkungs- und diskursmächtige Menschen von oldschool Intellektuellen bis newschool Influencern, die einfach genau diese Geschichte erzählen: “Liebe Leute: die Klimakrise eskaliert, die Regierung macht nichts, ab jetzt beginnt die Notwehr.”

(Die Person: Tadzio Müller ist Politikwissenschaftler, Klimagerechtigkeitsaktivist und Übersetzer. Der gebürtige Frankfurter, Jahrgang 1976, hat Politikwissenschaft in Heidelberg, Boston und Brighton studiert, wo er auch promovierte. Er lebt in Berlin-Neukölln.

Der Aktivist: Müller forscht zu Strategien zur Transformation innerhalb von sozialen Bewegungen in Bezug auf Klimagerechtigkeit und realpolitische Energiewende. Zuvor war er u. a. Pressesprecher von „Castor Schottern“.)

… ab jetzt beginnt die Notwehr

Was nicht passt, wird passend gemacht

Bertolt Brecht hat einst eine der anthropologischen Grundkonstanten in die brachiale Formulierung gebracht: „Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral.“ Doch die Umkehrung gilt eben auch: „Wenn zuerst die Moral kommt, wird es bald nichts mehr zum „Fressen“ geben„. Und das kann man durchaus wörtlich verstehen.

Das Wort von der „Klimakrise“ und „die angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energien“, welche Energiesparen notwendig macht, heißt im Klartext: Was wir anstreben, führt zur Energieknappheit, gewöhnt euch besser schon mal dran. Jeder Einzelne sollte besser schon mal beginnen, das einzusparen, was er sich ohnehin bald nicht mehr leisten kann.

Damit es nicht ganz so schlimm kommt, kann man ja jetzt schon mal den Verbrauch drosseln, dann zahlt man nächstes Jahr nicht so sehr viel mehr als bisher – nur eben für erheblich weniger. 

Außerdem stellt sich die Frage, wie Energiesparen in den Haushalten, wo es um kleinste Beträge geht, zusammenpassen mit dem Verbot der Benziner, dem Ausbau der stromintensiven E-Mobilität und der nicht weniger energieintensiven Digitalisierung.

Es passt zwar nichts zum anderen, aber das Motto ist ohnehin: Was nicht passt, wird passend gemacht. 

Was nicht passt, wird passend gemacht