Rechte vergleichen sich mit Juden, kanns‘t nicht erfinden!

Sogenannte „Querdenker“ („Denker“ ist in diesem Zusammenhang wohl die größte Chuzpe, eher Menschen mit mit tragischem Bildungshintergrund) stilisieren sich als Opfer einer vermeintlichen Diktatur und vergleichen Ihre Situation während einer Pandemie mit der von Juden unter einer nationalsozialistischen Diktatur. Vergleiche mit Anne Frank und Sophie Scholl, die „Juden von heute“ tragen „Impfsterne“, Lagervergleiche und nun auch Vergleiche mit der Ausgangssperre für Juden. Dies ist eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus, und es ist eine Verharmlosung des Holocausts. Wer das tut, handelt antisemitisch! Eine Täterschaft im Gewand bürgerlicher Normalität.

Wenn sich Demonstranten Judensterne mit der Aufschrift „ungeimpft“ anheften (wer dies tut, hat die Kontrolle über seinen Geisteszustand bzw. seine politische Diskursfähigkeit entweder verloren oder bewusst weggeschmissen) und Opfer der nationalsozialistischen Diktatur für sich vereinnahmen, inszenieren sie Schuldabwehr und Täter-Opfer-Umkehr auf großer Bühne.

Das ist nicht deppert. Sowas rutsch auch nicht einfach mal „raus“. Das ist wohl kalkulierter Tabubruch und eine Verharmlosung des Holocaust.

Diese Leute sind vielleicht keine Nazis im klassischen Sinn – das wäre auch verharmlosend -, sind eventuell einfach rechtsextrem, verwirrt, Reichsbürger, Verschwörungsanhänger, aber eines sind sie sicher, und das bedarf keiner differenzierten Analyse: ANTISEMITISCH, VERANTWORTUNGSLOS und GESCHICHTSLOS!